Wie ein kleiner neuer Erdenbürger die Welt meiner Schmuser total verändert:    Aktualisiert am 22.5.2008 

Es sind wieder tolle neue Bilder eingestellt, herrlich wie sich alle verstehen !

Kinder und Hunde, bitte auch hier nachlesen

Wie die Zeit vergeht: Unsere kleine Stella ist da. Es geht weiter mit dem Berichten!!!!

Wie schaffe ich es, meinen beiden Rottis das Baby als neues Familienmitglied vorzustellen. Werden sie das Baby akzeptieren oder eifern sie zu sehr, diese und noch viele andere Fragen schossen mir durch den Kopf als ich erfuhr das ich Schwanger bin.

Aber im Grund genommen sind sie ja schon von Anfang an beantwortet.

Ich handle einfach vom Bauch raus wie eh und je. Habe bereits jetzt schon angefangen mit den beiden nicht mehr gleichzeitig alleine Gassi zu gehen. Jetzt gehe ich mit beiden getrennt, da ich im Winter ja sowieso nichts riskieren will und am Anfang mit dem Baby ja auch immer nur einen Hund zum Gassi gehen dabei haben will. Gewiss, es dauert jetzt halt länger, aber mittlerweile wartet jeder Wuffel geduldig bis er an der Reihe ist. Veränderungen brauchen eben ihrer Zeit.

Zu meinem Bedauern kann ich die Hundearbeit nicht mehr so ausüben wie ich gerne möchte. Aber das ist auch ein Vorteil, den das wäre ja der nächste Schritt gewesen. Ist das Baby erst einmal da, habe ich ja sowieso nicht mehr so viel Zeit um mit den Hunden so intensiv zu Arbeiten. Also lernen sie jetzt schon: Frauchen hat nicht mehr soviel Zeit für uns und verbinden es nicht mit dem Baby.

Ferner ist unser Wohnzimmer schon mit Babyutensilien ausgestattet. Eine Wippe und ein Babyautositz stehen auf dem Boden, damit sie sich mit diesen Gegenständen vertraut machen können und lernen die gehören jetzt einfach dazu.

An all die Babysachen haben sich die zwei Wuffels schon gewöhnt. Sie warten auch geduldig vor dem Babyzimmer und haben gelernt mir nicht ins Zimmer zu folgen. Mit den Kindern der Nachbarn, Alter von 6 Monaten bis 4 Jahre, haben sie ebenfalls keine Probleme und die Nachbarn auch nicht mit ihnen.

Auch haben sie mittlerweile gelernt die wenige Zeit die ich noch für sie habe zu genießen und  wenn ich langsam gehen muss, passen sie ihre Geschwindigkeit mir an. Das fällt besonders Wicky schwer, aber sie freut sich dennoch auf das Ballspielen beim Gassi gehen.

 

Die nächsten Schritte können wir dann erst einleiten, wenn das Baby da ist. Das wird dann folgender Maßen aussehen:

Es werden Windeln von unserem Baby an die Plätze verteilt, wo sich dann auch der Nachwuchs aufhält. Ferner werden wir eine Tonbandaufnahme mit mir und dem Baby gezielt dazu abspielen. Somit lernen sie schon vorher, dass das alles jetzt zur Familie gehört. Bei gutem Verhalten werden sie sofort gelobt.

Wenn ich mit dem Baby dann aus dem Krankenhaus kommen, erwartet uns meine Freundin Roswitha mit den Wuffels. Ob wir dann beide zusammen oder einen alleine das neue Familienmitglied erschnüffeln lassen, wissen wir noch nicht. Aber ich denke alleine ist da die besser Variante.

Auch dürfen die Besucher sich nicht anderst verhalten als sonst. Die Hunde wurden immer als erstes begrüsst und so soll es auch später sein. Im Vorbau stehen Leckerle für die Beiden, die sie auch zuerst erhalten sollen. Erst danach ist dann das Familientreffen.

Das wichtigste bei der ganzen Sache ist allerdings Ruhe bewahren. Geht man mit seinen Hunden verantwortungsvoll um, ist das alles kein Problem. Alle Beteiligte brauchen ihre Zuwendung, da darf sich nichts dran ändern. Und vor allem sollte man sich nicht so viele Gedanken machen ob alles glatt geht, das wird es schon, wir haben ja immerhin gut erzogene Hunde die sich ihrer Liebe von Herrchen und Frauchen sicher sind!

Schluss mit der Theorie, ab jetzt folgt die Praxis:

 Auf die vom Krankenhaus mitgebrachten Windeln von Stella und das Tonbandgerät reagierten beide Hunde neutral. Sie suchten zwar kurz nach den die für sie so fremden Geräuschen , untersuchten neugierig die Windeln aber nach kurzer Zeit gehörte all das zum Alltag. Auch wurde die präparierte Puppe nur kurz beschnüffelt und dann links liegen gelassen.

Wir taten alles, um die beiden Racker auf das neue Familienmitglied so gut wie möglich vor zu bereiten, und unserer Meinung nach gelang es uns auch ganz gut. Zuversichtlich schaute ich in die gemeinsame Babyzukunft.

Ja, und dann ist es endlich soweit, meine beiden Wuffels sehen unsere Stella zum ersten mal. Roswitha und ich haben uns dafür entschieden, die Hunde einzeln zu Stella zu lassen.

Gesagt, getan, Am  10.1.07 sind Stella und ich mit Papa aus dem Krankenhaus gekommen. Roswitha war schon da und wartete mit den Hunden im Garten auf uns, damit ich sie erst einmal so richtig begrüssen und knuddeln kann. Die Begeisterung hielt sich bei Beiden in Grenzen. Also gingen wir mit Stella in die Wohnung, ach,  sie schlief so friedlich. Roswitha kam mit Pauline hinterher. Wir entschieden uns sie an der Leine zu lassen, um bessere Kontrolle über sie zu haben.

Dann kam der grosse Moment:

Ach war ich aufgeregt. Pauli schnuffelte ausgiebig an Stella und konnte gar nicht genug an ihr schnuppern. Sie blieb erstaunlich ruhig, konnte aber noch nicht so richtig mit Stella etwas anfangen. Für mich war ihr Verhalten völlig beruhigend, und wir brachten Pauli in ein anderes Zimmer, den im Garten wartete auch noch Wicky. Die Leine benötigten wir nicht, sie diente lediglich meiner Beruhigung.

Auf Wicky freute ich mich besonders, hatten wir doch eine ganz besondere Beziehung zu einander. In meinen Träumen sah ich Wicky immer wieder mit Stella im Garten, einträchtig  schmusend neben einander sitzen und Wicky wich nie von ihrer Seite. Ich teilte Pauline immer die Beschützerrolle und Wicky die Eifersuchtsrolle zu, war einfach so ein Bauchgefühl.                                                             

                                                                                   Ja, dann holte Roswitha meine Wicky:

Nur, meine Wicky reagierte ganz anderst als erwartet. Den mittlerweile weinte unser kleiner Stern und Wicky kam mit dieser Situation überhaupt nicht klar. Sie wollte immer in die Babytrage hinein kriechen, schnupperte ziemlich aufdringlich und konnte sich gar nicht beruhigen. Was war nur los mit ihr, so kannte ich sie gar nicht. Ich konnte nicht einschätzen was Wicky wirklich tun würde, hatte plötzlich Angst, Wicky könnte Stella unabsichtlich verletzen. Auch Roswitha kannte Wicky nicht mehr, musste sie immer wieder von der Babyschale weg nehmen. Plötzlich sprach Roswitha das aus, was ich mir dachte. Da Pauline vom Verhalten der Wicky angesteckt wurde und im Zimmer neben an ebenfalls bellte, schlug Roswitha mir vor, Wicky erst einmal zu sich zu nehmen bis wir Pauline an Stella gewöhnt haben. Den ich war mit dieser Situation überfordert.

Gesagt getan, Roswitha zog mit meiner Wicky von dannen und ich saß nun mit Stella und Rene im Wohnzimmer und erholte mich erst einmal von diesem Stress. Wie soll es jetzt weiter gehen? Ich traute plötzlich meiner Wicky nicht mehr. Hatte ich etwas falsch gemacht? Nein!! Erst später wurde mir klar was mit Wicky los war, und fand heraus, das sie total verunsichert war.

Was wir alle nicht bedachten, war der gesamte Umstand: Wicky blieb während der Wehen immer treu an meiner Seite, und plötzlich ohne Vorwarnung, verliesen wir viel zu schnell die Wohnung und Rene kam alleine zurück. Dann, nach ein paar Tagen, kam ich mit einem wild umher fuchtelten und weinenden Bündel zurück, mit dem Wicky so überhaupt nichts anfangen konnte. Und einen ganz wichtigen Aspekt hatten wir nicht bedacht, ich roch nach der Entbindung auch völlig anderst, deshalb beachtete mich Wicky auch im Garten kaum. Aber wir gaben die Hoffnung nicht auf.   

            
Wicky schaut Roswitha an und ist tota verunsichert, was ist das?

Einmal pro Woche fuhren Stella, Pauli und ich nach München zu Wicky. Training war angesagt. Uns ging es einfach darum, das Pauli und Wicky sich nicht fremd werden und Pauli Wicky zeigen kann, wie ruhig sie mit dem Baby umgeht. Roswitha nahm Stella auf den Arm und ich trainierte mit Wicky auf dem Hundeplatz. Jedes mal wenn Stella anfing zu weinen, wurde Wicky unaufmerksam und wollte unbedingt zu Roswitha. Durch spielen und Unterordnung lenkte ich sie aber jedes mal ab und hörte mit dem Training sofort auf, wenn ich damit Erfolg hatte und sie sich auf mich und nicht auf Stella konzentrierte . Gewiss, diese Methode dauerte länger, aber wir wollten ja eine dauerhafte Lösung mit der wir alle leben können. Langsam gewöhnte sich Wicky an Stella und wir erlaubten ihr immer öfter mit Stella direkten Kontakt auf zu nehmen. Sie wurde immer ruhiger und gewöhnte sich auch an Stellas weinen.

Pauli hingegen hat sich schon sehr gut an Stella gewöhnt. Sie bleibt ruhig wenn Stella mal weint und legt sich sogar zu ihr hin. Wie sich die Beiden aneinander gewöhnt haben, sieht man auf diesen Bildern

                                                                        Pauli nähert sich Stella ganz vorsichtig
                                                                                           

Pauline läßt ihre Stella nicht mehr aus dem Auge

Und Wicky? Na ganz einfach, üben zahlt sich eben aus. Nach einiger Zeit wagte ich es und holte Wicky wieder zu uns. Und was passierte dann? Wicky entpuppte sich als ganz liebe Spielgefährtin für Stella. Sie brauchte einfach mehr Zeit um sich an die neue Situation zu gewöhnen und die haben wir ihr gegeben. Ich sagte immer wieder, das sie eine zweite Chance verdient hat und die hat sie wirklich mehr als souverän bestanden. Auch hier sagen Bilder mehr als tausend Worte:

Das ist Wicky nach ihrer Rückkehr, vorsichtig nimmt sie mit Stella Kontakt auf                                                                                          

 

             Wo Stella ist, ist auch Wicky. Die Beiden sind unzertrennlich.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  

Schon 10 Monate und kein Tag wie ein anderer. Wicky weicht nicht mehr von Stellas Seite und Stella sucht ebenfalls den Kontakt zu ihr. Pauline ist die gute Oma, sie sorgt sich um Stella und schaut auch brav immer nach wen sie mal weint, aber sonst zieht sie sich eher zurück. Stella darf aber auch mit ihr spielen und sie untersuchen. Beide Hunde sind sehr lieb und vorsichtig im Umgang mit Stella. Trotzdem werden sie nie alleine gelassen.

Auch Besucher werden nach wie vor liebevoll empfangen und nieder geschmust. Auch wenn andere Kinder oder Babys kommen, wie die Zwillinge Max und Lina mit meiner Freundin die im gleichen Alter sind wie Stella, werden ganz neugierig und vorsichtig begutachtet.

 

                                                                                                                                                                                                                                                                       Beim Training im Auto

 Ja hier bin ich wieder, ach hat sich das alles schön entwickelt. Ich bin ja so stolz auf meine beiden Schmuserottis. Stella ist jetzt 16 Monate alt und hat vieles gelernt. sie läuft, ach was, sie rennt durch die Wohnung und hat einen heiden Spass damit mit den Wuffels zu kuscheln. Auch hilft sie mir fleißig beim Füttern der Beiden.

kuscheln mit 5 Monaten, Wicky legt sich zu Stella

Eines aber hat sie lange nicht verstanden: Das die Hunde auch mal ihre Ruhe haben wollen. Da Pauline mit ihren acht Jahren schon eine ältere Dame ist, möchte sie immer mehr in Ruhe gelassen werden. Stella jedoch meinte, sie müsse ihr immer hinterher laufen und sie drücken. Da Stella auf das brummen von Pauline aber nicht reagierte, wurde Pauline einmal etwas lauter, schupfte Stella von sich weg und eilte unter den Tisch in ihre Höhle. Stella aber erschrak so sehr, das sie bitterlich weinte. Ich beobachtete diese Szene genau und griff nicht ein. Es bestand für Stella in keinster Weise eine Gefahr und Pauli reagierte völlig gesund. Seit dem hat aber Pauline ihre Ruhe und Stella geht von ihr weg, wenn sie ein grummeln von ihr hört.

 Deine Barthaare kitzeln mich

Selbst Wicky, die ja noch intensiver von Stella bekuschelt wird, brummte sie schon einmal an. Nach solchen Tönen hatte sie aber dann auch ihre Ruhe, den Stella hat von den Hunden gelernt: Wenn ich brumme, dann will ich in Ruhe gelassen werden.

Aber es kommt auch vor, das Wicky sich Stella aufdrängt, diese jedoch Wicky einfach wegdrückt und nein sagt. Auch die Hunde habe von Stella gelernt, nach solch einer Aktion will Stella in Ruhe gelassen werden. Da ich die drei immer noch nicht alleine lasse und auch nie alleine lassen werde, konnte ich diese Reaktionen sehr gut beobachten und habe Stella immer von den Hunden entfernt, wenn diese mal brummten. Damit zeigte ich ihr, wie sie reagieren sollte wenn sie diese Töne hörte. Gleichzeitig erfuhren meinen Wuffels, dass ich auch noch für sie da bin und auf sie aufpasse.      

Ich berichte natürlich immer weiter wie es bei uns weiter geht, viel Spass beim lesen und ich hoffe, dass ich mit meiner Page möglichst viele Fragen beantworten kann.

 

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