Wie ich auf den Hund bzw. auf den Rotti kam?

Na, ganz einfach, wir hatten immer schon Hunde in unserer Familie. Aber mal im Ernst. Ich arbeitete schon als Kind mit den Hunden meines Vaters. Als ich 13 Jahre alt war veranstaltete der SV ein Ferienlager. In diesem Lager war auch ein Mädchen mit 9 Jahren die einen Rotti dabei hatte. Ich schaute ihr bei den Prüfungen zu und war von der Ruhe und Gelassenheit des Teams begeistert. Er war so knuffelig und verschmust, da war es um mich geschehen. Für mich stand fest, ich werde auch einmal einen Rotti haben.

Es dauerte sehr lange, genau 17 Jahre, bis es endlich soweit war. Ich hatte bereits eine eigene Familie mit zwei Kindern, da beschlossen wir uns einen Hund aus dem Tierheim zu holen. Alle waren für einen Schäferhund, also schauten wir uns nach einem um. Aber zu diesem Zeitpunkt war einfach nicht der richtige dabei. Bei einem erneutem Versuch sah ich in einem Zwinger, ganz hinten im Eck, einen kleinen Rottie-Rüden. Aber als ich mich nach ihm erkundigte, hiess es, er sei bereits vergeben. Als wir dann vier Tage später wieder im Tierheim waren, sass der kleine immer noch im Zwinger. Ich setzte mich mit meiner Tochter vor seine Tür und er kam zögernd aus seiner Ecke. Vorsichtig näherte er sich meiner Tochter, nahm Kontakt mit ihr auf und wedelte mit seinem Stummelchen. Sofort habe ich mich in seine Liste für Interessenten eingetragen. Als dann eine Frau vom Tierheim zu uns nach Hause kam und alles überprüfte, sagte sie nach kurzer Zeit: Ihr bekommt “Aldo”, er hat es gut bei euch. Stolz und mit klopfendem Herzen holte ich im September 1996 Aldo aus dem Tierheim.

              Aldo kam mit ca. 9 Monaten in unsere Familie und eroberte alle Herzen im Sturm!                        

Als Aldo 6 Jahre alt war, ereilte mich ein Hilferuf einer Rottweiler-Hündin. Ich schaute mich zwar nach einem Welpen um, aber wenn Not am Hund ist, stellt man seine eigenen Bedürfnisse eben hinten an. Die Besitzerin dieser Hündin hatte Angst, dass der Hündin etwas angetan wird. Des öfteren wurde ihr angedroht ihr den Hund zu vergiften, denn einen Kampfhund wolle man nicht auf dem Hof haben. Also fuhren wir mit Aldo und einer Freundin 350 km um uns Pauline vom Röhngeist anzuschauen. Aldo und Pauline verstanden sich auf Anhieb sehr gut. Auch uns gefiel sie, und so beschlossen wir, sie gleich mitzunehmen. Da Pauline den ganzen Tag auf dem Bauernhof herum streunen konnte, war für sie die Umstellung nicht leicht. Seit April 2002 haben wir nun zwei dieser wundervollen Hunde. Beide haben sich prächtig entwickelt. Am Anfang dachte ich mir noch, ob ich denn das richtige getan habe.  Aber wenn ich mir beide so anschaue und sehe wie glücklich sie sind, verfliegen all die Zweifel.   

  

Aldo ist am 1.3.05 als geprüfter Rettungshund mit geschätzten 9 Jahren an Leukämie gestorben. Pauline ist mittlerweile eine erfolgreiche Einsatzhündin und ist mit ihren 8 Jahren Top-Fit und ist immer noch mit viel Eifer und Freude bei der Arbeit.

Aber wie das Leben so oft spielt, bekam ich im Februar 2005 einen Anruf meiner Freundin Roswitha. Bei ihr logiert ein süsser Rottweilerteenager Namens Enja. Diese Kleine hatte ich schon einmal für zwei Wochen zur Pflege als sie drei Monate alt war. Das erste mal sah ich sie aber schon mit acht Wochen. Was soll ich sagen, es war Liebe auf den ersten Blick, und zwar bei uns beiden. Den Enja kuschelte sich sofort an mich ran und für mich stand fest, dieser Hund wäre meiner, ja, wenn er nicht schon einem anderen gehören würde. Doch an diesem benannten Tag rief mich eben Roswitha an und erklärte mir, Enja wäre nun zu haben, ob ich sie denn wollte. Natürlich wollte ich sie, aber geht das den mit drei Hunden? Was würden unsere Vermieter sagen? Wir einigten uns darauf, dass ich mir Enja am Wochenende zu mir hole und erst einmal schaue wie es uns allen zusammen ergeht. Unsere Vermieter kannten Enja ja bereits und sind von ihr genauso begeistert wie von Aldo und Pauline. Die erste Hürde wäre geschafft. Wie schaut es mit den anderen beiden Wuffels aus? Aber auch hier kein Problem. Also beschloss unser Familienrat, Enja immer am Wochenende zu uns zu holen, den da hatte ich auch Zeit mich um alle zu kümmern. Mittlerweile heisst Enja nicht mehr Enja sondern Wicky, denn so steht es in ihren Papieren. Und da sie genauso so schlau und pfiffig ist wie der kleine Wikinger, passt dieser Name auch bestens zu ihr. Mit 7 Monaten kam Wicky endgültig zu uns und ist nun fester Bestandteil unserer Familie, auch wirbelt sie das betreffende Familienleben ganz schön durcheinander. Wie war das noch mal? Vor neuen Jahren dachte ich noch nicht einmal daran, jemals einen Rottweiler haben zu können, jetzt sind gleich drei!                                                                         

Mein anfängliche Skepsis,  habe ich abgebaut. Wir sind für unser Hunde verantwortlich. Wie sie sind und was sie tun. Der Hundeführer ist in der Pflicht, auf seine Hunde so aufzupassen, damit nichts passiert. Dies sollten wir immer vor Augen haben, den dann ist das Leben mit unseren Hunden und unseren Mitmenschen entspannter und viele schöner!

Unsere Wicky ist jetzt mittlerweile fast 4 Jahre alt und und hat erfolgreich ihre BH-Prüfung bestanden. Auch Pauline hat ihre Wiederholungsprüfung für die Fläche A erneut bestanden. Zur Zeit ist Pauline aber kein Einsatzhund, da ihr durch die lange Babypause die Übung fehlt.

Ferner hat Pauline im Herbst 2005 die schwere IPO-Rettungshundeprüfung in der Fläche A bestanden und hat sich somit sogar für die deutsche Meisterschaft qualifiziert. Wicky macht sich weiterhin sehr gut bei der Ausbildung zum Rettungshund. Ihre anfängliche Zurückhaltung beim Spielen hat sie mittlerweile abgelegt und ist ganz wild auf das Spielen. Sie hat sehr viel gelernt und wird für die Prüfung vorbereitet. Anfangs war ich mir nicht sicher ob ich das alles schaffen werde, da es mit unserem Baby ja auch noch viel Arbeit ist.

Pauline habe ich aus gesundheitlichen Gründen seit Anfang 2006 aus dem Hundesport zurückgezogen. Auch die lange Babypause hat Spuren hinter lassen. So eine Pause wirft die Ausbildung leider weit zurück. Aber wir werden den Rückstand durch Training hoffentlich wieder aufholen.

                                                                          

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