"Kampfhund": Die Bedeutung des Wortes

Im antiken Rom liess man in der Arena Hunde gegen Bären und Löwen kämpfen. In den Kulturen der Frühzeit der Menschheit wurden sehr grosse Hunde des Mastiff - Typs als Kriegshunde eingesetzt. Griechische und assyrische Armeen beispielsweise sandten ihren Kriegern Kriegshunde voraus, die das gegnerische Feuer auf sich ziehen oder den Feind aufspüren sollten. Häufig trugen sie Messer oder Fackeln am Halsband, um Tod und Verwirrung in die gegnerischen Reihen zu tragen.
Im ersten und zweiten Weltkrieg wurden auch andere Rassen und sogar Mischling als Kriegshunde eingesetzt. Ihr Einsatzgebiet änderte sich einwenig. Sie dienten als Meldehunde und Munitionsträger.
Im antiken Rom liess man in der Arena Hunde gegen Bären und Löwen kämpfen.



Die grossen und schweren Mastiff - Typen wurde nach der Modernisierung der Kriegsführung als Wächter grosser Anwesen oder zum Treiben von Vieh, besonders auch Bullen, zum Markt eingesetzt. Daraus entwickelte sich der blutige Sport des so genannten Bullenbeissers, der sich über Jahrhunderte fortsetzte, bis er Anfang des 19.Jahrhundert endgültig verboten wurde.

Statt dessen hatten im 18. und 19. Jahrhundert die Hundekämpfe ihre Blütezeit. Gezüchtet wurden hierfür Kreuzungen aus alten wuchtigen Bullenbeissern und Terriern. Das Ergebnis waren schwere, starke Hunde mit dem Temperament und der Schnelligkeit von Terriern. Bei Kämpfen in der Arena (englisch: pit, daher hat der Amerikanische Pit Bull Terrier seinen Namen) konnte der Besitzer des Siegers leicht einen Monatsverdienst oder mehr gewinnen. Kampfhunde kämpften nur in der Arena, ausserhalb verhielten sie sich wie andere Hunde auch. Es gibt die Anekdote von dem preisgekrönten Pit - Sieger, der vor einem aggressiven Strassenhund kläglich die Flucht ergriff. Hunde, die gegen Menschen aggressiv waren, galten als nicht tauglich für die Arena und wurden von Kämpfen und der Zucht ausgeschlossen - und für gewöhnlich getötet.

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhundert wurden Hundekämpfe praktisch weltweit verboten. Seither gibt es, abgesehen von illegalen Hinterhof Zuchten, keine Zucht von Hunden für den Einsatz in Hundekämpfen mehr. Hunde der Bullterrier - Rassen wurden weiter gezüchtet: der American Staffordshire Terrier beispielsweise als Wachhund auf Farmen. Der englische Staffordshire Bullterrier, einer der beliebtesten Haushunde Großbritanniens, erhielt den Beinamen " nurse dog " .

Den Begriff "Kampfhund" gibt es als solches nicht. Es beschreibt lediglich die Tätigkeit der Hunde

Gedanken eines Kampfhundes

                                   An euch Menschen:
                                   Ich kann leider nichts sagen,
                                   bin nur ein Hund
                                   und werd geprügelt seit Tagen.


                                                               Wenn ich nur schreiben könnte         

ich euch ein Gedicht
und hätte Tränen im Gesicht.

Man sagt, ich wäre ein Kampfhund,
und dass ich gefährlich bin.
Öffnet Eure Augen,
und schaut genauer hin!

Bin ich nicht nur ein Werkzeug,
von Menschen scharf gemacht,
von diesen skrupellosen,
die nicht nachgedacht?

Jetzt bin ich scharf und beiße auch,
doch so einen Hund wohl keiner braucht.
Man sagt, dass ich jetzt sterben muss,
mit dem Wahnsinn sei jetzt Schluss.

Doch wenn ich jetzt auch sterben muss,
durch Todesspritze oder Schuss,
geb ich euch Menschen einen Rat,
ich bin ein Hund, ein Kamerad.

Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein.
Und lasst die Hunde Hunde sein.
Das schrieb ein Hund, der Kampfhund ist,
der weiss, dass manch ein Mensch nicht besser ist.

(Verfasser mir unbekannt)
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