Rettungshundeausbildung                         

Hier der Link zu meiner Staffel: www.rettungshundestaffel-augsburg.de

Meine Pauline hat am 28.10.2007 erfolgreich ihre Wiederholungsprüfung in der Fläche A bestanden!

Auch meine Wicky hat jetzt ihre BH-Prüfung erfolgreich abgelegt!

Aber die Arbeit geht weiter, es gibt immer etwas zu verbesser!

Rettungshundearbeit hat eine lange Geschichte. Aber erst einmal von Anfang an.

Anforderungen:

Die Rettungshundeausbildung ist für Hund und Hundeführer nicht einfach. Die Dauer der Ausbildung hängt von mehreren Faktoren ab:

Ist der Hundeführer neu in der Hundearbeit, dauert es natürlich etwas länger, den “er” muss zuerst lernen wie man einen Hund ausbildet. Dann kommt auch noch sehr viel Theorie hinzu, die jedes Jahr wiederholt werden muss. Auch ist es mit einem ausgewachsenen Hund schwieriger, den in der Regel haben alle erwachsenen Hunde die eine oder andere schlechte Erfahrung gemacht und sind deshalb etwas misstrauischer gegenüber neuen Dingen. Dann darf man den Faktor der Ausbildungsart nicht vergessen. Jeder Hund wird nur so gut wie seine Ausbildung ist. Unsere Hunde leben und sterben mit dem Helfer. Zu guter letzt ist die Dauer der Ausbildung auch noch von der Häufigkeit der Übungen abhängig. Aber in der Regel sollte ein Rettungshund in zwei bis drei Jahren seine erste Prüfung abgelegt haben.

Aldo hatte alle vier Ausbildungen: Fläche A geprüft, Trümmer, Wasser und Lawine. Auch hat er an der IPO Rettungshundeprüfung und an mehreren Einsatzüberprüfungen erfolgreich teilgenommen

Bis ein Rettungshund allerdings in den Einsatz gehen darf, muss er mehrere Prüfungen ablegen. Als allererstes kommt eine Eignungsprüfung für Hundeführer und Hund. Nicht jeder Hund ist für die Rettungshundearbeit geeignet, das gleiche gilt aber auch für den Hundeführer. Ist dieser Eignungstest erfolgreich verlaufen müssen beide als Team die Begleithundeprüfung bestehen. Nach dem in unzähligen Übungen Beide gelernt haben versteckte Personen in allen Lagen zu finden, der Hund die Geräte sicher begehen kann und sich in der Unterordnung gut zeigt, sind sie bereit für die Vorprüfung. Diese enthält einen Unterordnungsteil mit Detachieren, Gerätearbeit, Theorie und eine Suche in Fläche oder Trümmern. Diese Vorprüfung soll jedem zeigen, ob das Rettungsteam bereit ist, unter Stress ihre Aufgaben zu erfüllen. Wird auch diese Prüfung erfolgreich abgelegt, dürfen sich beide zur Hauptprüfung anmelden. Diese besteht dann nur noch aus einem Suchteil in Fläche oder Trümmern. Besteht das Team auch diese Aufgabe, so erhält der Hund seine Rettungsplakette. In Einsätze darf das Rettungsteam aber immer noch nicht. Als letztes erfolgt eine Einsatzüberprüfung in einer Suchkette mit anderen Hunden. Dort wird ein realer Einsatz nachgestellt. Wiederum wird das neue Team genau beobachtet und bewertet. Der Einsatzleiter entscheidet dann über die Einsatztauglichkeit der Beiden. Haben Beide eine gute Arbeit abgelegt und bewiesen, das sie auch in einer Stressituation den Überblick behalten, dürfen sie endlich in den Einsatz gehen. Aber trotzdem muss immer weiter geübt werden. Um weiterhin seine Einsatztauglichkeit zu erhalten, muss jedes Jahr eine Wiederholungsprüfung abgelegt werden.

Trümmerübung mit meiner damals drei Jahren alten Pauline. Sie hat ihre Arbeit mit zwei Jahren begonnen

Ausbildung:

Bei der Ausbildung unterscheiden wir zwischen Futter- und Beutehunde. Je nach dem, auf was der Hund am meisten anspringt. Es kommt auch vor, das ein Beutehund bei der Gerätearbeit mit Futter bestätigt wird. Bei unserer Gerätearbeit müssen die Vierbeiner langsam und bedacht arbeiten, denn jeder Fehltritt kann Verletzungen oder gar den Tot bedeuten. Also werden zu schnell arbeitende Hunde mit Futter ausgebremst. Aber egal wie die Ausbildung durchgeführt wird, der Spass sollte dabei nie vergessen werden. Am Anfang jeder Ausbildung steht das Spielen mit den Hunden. Ob ein Helfer das allein, oder eine ganze Gruppe in der Spielrunde das macht, ist dabei egal. Der Hund muss mit Freude und Eifer dabei sein und keine Scheu vor fremden Personen haben. Ist der Hund auf das Spiel schon ganz wild, rennt der Helfer mit dem begehrten Objekt weg und der Hund wird hinterher geschickt. Beim Helfer angelangt, spielt dieser sofort mit ihm und zeigt ihm somit:

Es ist toll hier, da will ich wieder hin!

Hier spielt Karin unseren Zwerg  nach seiner erfolgreichen Suche zur Hundeführerin zurück.

Hier wird  Dana nach der Suche mit Futter zur Hundeführerin zurück gefüttert

 

Dieses Spiel wird so oft wiederholt und langsam gesteigert, bis der Hund sicher an der Beute, und somit am Helfer ist. Der Hund darf dann einmal zuschauen wie der Helfer wegrennt und einmal wird er während dem Wegrennen weggedreht, dabei lernt er  seine Nase einzusetzen. Während des Spiels, oder sogar schon vorher, lockt der Helfer ein Bellen oder mindestens ein Fipsen aus dem Hund. So soll er lernen, dass er durch Bellen sein Spiel bekommt. Erst wenn dieses Spiel sicher beherrscht wird, fängt man mit der Suche an. In kleinen, aber immer grösser werdenden Schritten, wird der Helfer versteckt, so das der Hund nie die Freude bei der Suche verliert.

Während der Ausbildung muss man auch des öfteren einen oder sogar zwei Schritte zurück gehen. Ständige Suche mit und ohne Lehrschläge, oder zu lange Suchen machen keinem Hund auf Dauer spass. Deshalb ist es besser, immer wieder Poweranzeigen einzubauen. Das macht Spass und der Hund wird wieder neu motiviert.

Dieser Aufbau gilt für jede Sparte. Es werden lediglich für die einzelnen Spezialdisziplinen die erforderlichen Anforderungen mit eingebaut.

Aldo ist ein Futterhund und wird hier auf den Trümmern vom Helfer bestätigt

      
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